Wordpress richtig umziehen - Indikator Design

WordPress richtig umziehen – souverän und ohne Datenverlust zum Erfolg

Wordpress richtig umziehen – ohne dabei etwas einzubüßen

Jeder Webseitenbetreiber wird irgendwann einmal an den Punkt gelangen, an dem die eigene WordPress-Seite die Domain wechselt und sei es nur der Wechsel von der Testdomain zur tatsächlichen WordPress-Livedomain, oder der Wechsel von dem Protokol ‚http‘ zu ‚https‘. Doch was, wenn dabei etwas schief geht und letztlich sogar Daten verloren gehen? Möchten Sie das gerne vermeiden? Dann ist dieser Artikel für Sie gemacht.

Wichtigster Hintergrund bei einem Umzug mit Ihrer WordPress-Webseite: Die Verlinkungen auf die verschiedenen Ressourcen dürfen in der Datenbank und ggf. im Wordpress-Datei-System angepasst werden. Dazu kann man natürlich auf Tools wie PHP-MyAdmin zurückgreifen. Allerdings sollte man sich dann auch mit den Befehlen für die dortige Konsole einwandfrei auskennen. Sind Sie sich da nicht sicher genug, riskieren Sie Datenverlust, da in der Wordpress-Datenbank bereits minimale Fehler eine verheerende Auswirkung haben. Wenn Sie dann nicht wissen, wie sich diese Fehler korrigieren lassen, bleibt Ihre WordPress-Webseite solange auf der neuen Domain unerreichbar, bis Sie das in den Griff bekommen haben, oder Sie jemanden finden, der dieser Aufgabe gewachsen ist. Es geht aber natürlich auch einfacher. Lesen Sie dazu weiter.

Wichtig: Hier wird erklärt, wie der WordpressUmzug unter Nutzung einer MySQL-Datenbank getätigt werden kann. Die Nutzung dieser Hinweise erfolgt auf eigene Gefahr. Eine Haftung bei Datenverlust besteht nicht. Insofern Sie nicht wenigstens über grundlegende Erfahrung im Umgang mit WordPress und Wordpress-Datenbanken verfügen, ist es empfehlenswert sich dahingehend beraten zu lassen. Gerne dürfen Sie bei Fragen einfach unser Kontaktformular verwenden und uns darüber auch buchen.

Vorbereitung Ihres Wordpress-Umzuges

Wie lässt sich nun aber Ihr WordpressUmzug möglichst sicher und vor allem zeitnah gestalten? Zunächst einmal lautet das Zauberwort wie immer: ‚Backup‘! Und zwar vom Wordpress-Datei-System selbst und natürlich von Ihrer Wordpress-Datenbank. Ein hervorragendes Tool dafür ist das kostenfreie BackUpWordpress. Dieses lässt sich sehr einfach konfigurieren und leistet ab dann ausgezeichnete Arbeit. In unserem speziellen Fall benötigen wir es allerdings erst mal nur einmalig (wobei die regelmäßige Nutzung für automatische Wordpress-Backups sehr zu empfehlen ist).

Das Plugin können Sie über das offizielle WordPress-Verzeichnis installieren. Nach der Aktivierung öffnen Sie die entsprechenden Einstellungen und wählen dort den Menü-Punkt ‚Complete-Weekly‘. Lassen Sie am besten einfach alles unverändert und klicken auf ‚Jetzt ausführen‘. Danach dauert es in der Regel wenige Augenblicke bis das neue Wordpress-Backup direkt unterhalb der Tabs angezeigt wird. Nun klicken Sie in der entsprechenden Zeile einfach rechts auf Download. Das entsprechende Wordpress-ZIP-File befindet sich kurz später im Downloadverzeichnis auf Ihrem eigenen Rechner.

Nun einfach das Wordpress-ZIP-Archiv öffnen und gegebenenfalls das Wordpress-Dateisystem auf dem Server sicherheitshalber noch mal mit Hilfe Ihres FTP-Clients vergleichen. Sollten Dateien oder Verzeichnisse nicht vorhanden sein (was mir persönlich noch nie geschehen ist, und ich nutze es sehr oft), dann den Vorgang einfach wiederholen. Andernfalls gibt es noch die Möglichkeit über SSH auf das Verzeichnis zuzugreifen und es unter Linux mit ’sudo zip -r verzeichnisname.zip verzeichnisname/‘ zu komprimieren. Hat man keinen Zugriff auf die Konsole, dann kann man als letzte noch verfügbare Möglichkeit über seinen FTP-Client auf das Verzeichnis zugreifen und es per Drag&Drop auf seinen Rechner bewegen. Das kann jedoch mitunter richtig lange dauern (je nach Größe bis zu einer Std. und mehr), bis es abgeschlossen ist.

Ihr Wordpress-Umzug – Nach dem Download, vor dem Upload

Wenn Sie oben genanntes Plugin verwenden, finden Sie innerhalb des Ordners der geöffneten Wordpress-ZIP-Datei eine Datei mit der Endung ‚.sql‘. Das ist die Datei die von Ihnen zum Import in Ihre neue Wordpress-Datenbank gebraucht wird. Diese ziehen Sie einfach aus dem Wordpress-Ordner heraus und lassen sie unberührt. Haben Sie sich Ihr WordPress-Dateiverzeichnis anderweitig herunter geladen, dann öffnen Sie nun Tools wie PHP-MyAdmin, Sequel Pro (Mac), oder Workbench (Windows). Verbinden Sie sich nun mit Ihrer Datenbank und nutzen die Funktion ‚exportieren‘.

Jetzt ist es wichtig in allen Wordpress-Dateien in denen Sie auf Ihre Wordpress-Testdomain verwiesen haben, eine Änderung auf die Wordpress-Livedomain vorzunehmen. Da gibt es nun 2 Möglichkeiten. Die erste ist eher unangenehm. Denn bei dieser dürfen Sie alle Dateien öffnen und nachsehen. Sie ahnen es selbst, das macht keinen Spaß! Die bessere zweite Möglichkeit besteht in der Nutzung eines professionellen Editors, der Ihnen eine rekursive Suche ermöglicht. Sehr zu empfehlen ist hier Sublime Text. Bezogen auf dieses Beispiel führen Sie einen Rechtsklick auf das Wordpress-Verzeichnis aus und klicken dann auf ‚Öffnen mit‘. Hier wählen Sie nun Sublime Text aus. Es öffnet sich ein Fenster mit der Baumstruktur Ihres Wordpress-Verzeichnisses auf der linken Seite.

Nun starten Sie die rekursive Suche indem Sie den Menüpunkt ‚Find‘ anwählen und dort den Unter-Menüpunkt ‚Find in Files‘ anklicken, bzw. auf dem Mac die Kombination ‚Shift + CMD +F‘ eingeben. Am unteren Rand öffnen sich  3 Eingabefelder. Im ersten (Find) geben Sie die Angaben für die Wordpress-Testdomain ein. Die zweite Zeile (Where) lassen Sie unberührt, denn so schaut Sublime Text in allen Dateien. In die letzte Zeile (Replace) geben Sie die Angaben für die Wordpress-Livedomain, auf die Sie umziehen möchten. Danach klicken Sie rechts auf ‚Replace‘. Nun öffnen sich als Tabs alle Dateien in denen die entsprechenden Änderungen vorgenommen wurden. So können Sie alles noch einmal überprüfen und speichern. Vom Wordpress-Datei-System her war es das dann auch schon fast. Die einzige Datei die es jetzt noch zu bearbeiten gilt, ist die Datei wp-config.php.

Hier ein Beispiel für eine Testdomain und eine Live-Domain und was Sie in die entsprechenden Felder eingeben:
2. Testdomain: test.domain.de
2. Livedomain: domain.de

Ändern Sie auch das Protokoll von ‚http‘ auf ‚https‘, dann nutzen Sie folgende Reihenfolge:
1. Testdomain: http://test.domain.de
1. Livedomain: https://domain.de
2. Testdomain: test.domain.de
2. Livedomain: domain.de

Wordpress-Umzug – Anpassen Ihrer wp-config.php

Öffnen Sie nun Ihre Datei wp-config.php. Wenn Sie dort ebenfalls Ihre Wordpress-Testdomain angegeben haben, beispielsweise bei der Änderung der Bezeichnung des wp-content-Ordners, dann ändern Sie auch hier die Domain wie weiter oben beschrieben auf die Bezeichnung der Wordpress-Livdomain. Außerdem dürfen Sie nun für Ihre neue Wordpress-Livedomain die geänderten Daten der Datenbank in die  wp-config.php einfügen. Das wären der Datenbankname, Datenbanknutzer und das Passwort.

Weiterhin tragen Sie noch hier die beiden folgenden Zeilen ein:

Ändern Sie domain.de auf den Wert, der Ihrer jeweiligen Wordpress-Livedomain entspricht. Normalerweise nehmen Sie diese Einstellungen im WordPress-Menu unter Einstellungen > Allgemein vor. Das fällt mit dem Eintrag dieser beiden Zeilen weg, da Sie somit die Domains bereits festlegen. Künftige Änderungen können Sie dann einfach hier vornehmen, da die Einträge in den Einstellungen im Wordpress-Backend sich nun nicht mehr ändern lassen.

Nachdem Sie diese Änderungen vorgenommen haben, können Sie die Datei speichern und schließen. Insofern Sie nicht über einen SSH-Zugriff verfügen, öffnen Sie nun Ihren FTP-Client und laden den Inhalt Ihres Wordpress-Verzeichnisses, welches Sie gerade bearbeitet haben, in das neue Wordpress-Rootverzeichnis Ihres Servers, also den Ordner auf den Ihre Wordpress-Livedomain aufgelöst wird. Das dauert längere Zeit, hier nicht wundern.

Haben Sie hingegen SSH-Zugriff, dann packen Sie das Verzeichnis einfach in ein ZIP-Archiv und laden es ebenfalls in das Wordpress-Rootverzeichnis. Das wird bedeutend schneller gehen. Sobald der Upload abgeschlossen ist, öffnen Sie Ihre SSH-Konsole, navigieren in das Upload-Verzeichnis und entpacken das Wordpress-ZIP-Archiv. Unter Linux funktioniert das mit ’sudo unzip verzeichnisname.zip‘. Das dauert in der Regel nur einige Augenblicke. Danach nutzen Sie einfach wieder Ihren FTP-Client und verschieben alle Ordner und Dateien an ihren richtigen Platz, löschen das nun leere Wordpress-Upload-Verzeichnis und passen alle Berechtigungen an. Das machen Sie im besten Fall auch wieder über die Konsole. Alternativ mit der entsprechenden Funktion des FTP-Clients, was aber auch wieder erheblich länger dauert. Von der Wordpress-Datei-Ebene her ist nun alles abgeschlossen.

Wordpress-Umzug – Upload und Anpassung der Datenbank

Nun kommt noch die Wordpress-Datenbank an die Reihe und der Import der zuvor auf die Seite gelegten ‚.sql‘-Datei. Wenn Sie geübt im Umgang mit der Server-Konsole sind, dann importieren Sie diese auf dem Ihnen bekannten Weg nach dem Upload via FTPS. Andernfalls öffnen Sie PHP-MyAdmin und wählen dort den Reiter ‚Import‘ und ‚Datei auswählen‘. Danach dürfen Sie auf Ihrem Rechner zu der Datei mit der Endung ‚.sql‘ navigieren, diese auswählen und den Import bestätigen. Es dauert einige Augenblicke, dann erscheinen alle importierten Wordpress-Tabellen in der Übersicht. Das war es hier auch schon.

Wenn Ihre Wordpress-Datenbank eine gewisse Größe übersteigt, kann es passieren, dass die Verbindung während des Imports abbricht und Ihnen eine Fehlermeldung angezeigt wird. Das hat damit zutun, dass die maximale Dauer erreicht wurde, die ein PHP-Skript ausgeführt werden darf (PHP-MyAdmin läuft unter PHP). In diesem Fall empfiehlt sich der Einsatz von Sequel Pro unter Mac, wobei man dieses auch getrost regelmäßig verwenden kann und auf PHP-MyAdmin einfach verzichtet. Unter Windows kann man ggf. Workbench verwenden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin die Ausführungsdauer für PHP-Skripte kurzeitig zu erhöhen, insofern man sich ein wenig mit seinem Server auskennt und über die Konsole darauf zugreifen kann. So lassen sich dann auch größere Wordpress-Datenbanken sauber importieren.

Danach laden Sie sich das Skript Search and Replace von ‚interconnect/it‘ herunter, entpacken es und laden das gesamte entpackte Verzeichnis in das Wordpress-Rootverzeichnis Ihrer Wordpress-Livedomain. Nun öffnen Sie in Ihrem Browser die Wordpress-Livedomain mit dem Zusatz ‚/Search-Replace-DB-master‘ also ‚http://domain.de/Search-Replace-DB-master‘. Hier sollten normalerweise die Felder mit den Daten der Wordpress-Datenbank vorausgefüllt sein. Ist das nicht der Fall, müssten Sie diese einfach aus Ihrer Wordpress-Datei wp-config.php übernehmen. In das Feld ‚Replace‘ tragen Sie nun die Daten der Wordpress-Testdomain ein – test.domain.de – und in das Feld ‚with‘ die Daten der Wordpress-Livedomain – domain.de – und klicken auf den Button ‚try run‘. Hier wird der Austausch einfach simuliert, ohne dass tatsächlich Daten geändert werden. Sie können so noch einmal genau nachsehen was zur Änderung für Ihre Wordpress-Datenbank angegeben wird. Sind Sie damit zufrieden (bei mir persönlich war es bisher nie anders), klicken Sie auf den Button ‚live run‘ um die Änderungen tatsächlich vorzunehmen. Beachten Sie hierbei unbedingt, dass es sich um einen ‚Serialized Data Replace‚ handelt. Das bedeutet, dass nicht bloß die entsprechenden Strings in der Wordpress-Datenbank geändert werden, sondern auch die zuvor hinterlegten Längenangaben des jeweiligen Strings. Insofern sich auch das Protokoll von ‚http‘ auf ‚https‘ ändert, beachten Sie den zweiten Ablauf der bereits weiter oben beschrieben wurde. Danach ist es wichtig darauf zu achten, dass dieses Tool auf jeden Fall gelöscht wird (!!!) Dazu reicht es normalerweise aus, einfach den Button ‚delete me‘ zu drücken. Vergewissern Sie sich jedoch auf jeden Fall, dass es auch tatsächlich entfernt wurde, da es auf dem Server verbleibend ein immenses Sicherheitsrisiko für Ihre Wordpress-Webseite darstellt.

Damit sollte Ihr erfolgreicher Wordpress-Umzug normalerweise geglückt sein. Testen Sie jedoch auf jeden Fall noch einmal alle Ihre WordPress-Seiten auf ihre Funktionalität.

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Viel Erfolg!

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Herausgeber Bruno Bouyajdad

Bruno Bouyajdad

Webentwicklung und Webdesign, Fotografie, Bildentwicklung, WordPress, Video-Compositing, Panorama-Fotografie und Virtuelle Touren.
Das sind die Bereiche in denen Bruno Bouyajdad sich hauptsächlich bewegt.
Er ist Computerbegeisterter, WordPress-Enthusiast, Erfolgscoach, Blogger, Lebemensch.
Webagentur Mainz, Wiesbaden, Frankfurt.

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